GRIPPEWELLE (INFLUENZA)

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Entwicklung, wurde die Grippeberichterstattung des BAG vorübergehend eingestellt!

Grippeähnliche Erkrankungen treten in unseren Breitengraden saisonal auf. Bisher konnte jeden Winter eine Grippewelle festgestellt werden. Von Jahr zu Jahr variieren aber deren Intensität, die Länge, die Art der zirkulierenden Virenstämme und die Auswirkungen auf die Bevölkerung. Um die Bevölkerung und die Ärzteschaft rechtzeitig über das Auftreten bzw. Eintreffen der Grippewelle und die Abdeckung durch den Grippeimpfstoff informieren zu können, erstattet das BAG zwischen Oktober und April wöchentlich Bericht und gibt eine Risikobeurteilung ab.

Der Höhepunkt der Grippewelle 2019/20 ist in der Woche 6/2020 mit 329 Grippeverdachtsfällen pro 100 000 Einwohner aufgetreten. Die Inzidenz begann in der Woche sieben zu sinken.

 

Anmerkung zur Dateninterpretation

 

Die aktuelle Situation rund um die COVID-19 Pandemie hat Einfluss auf die Datenerhebung für die grippeähnlichen Erkrankungen. Einerseits sind die Symptome von COVID-19 und einer Influenza-Erkrankung ähnlich. COVID-19 kann daher in die Statistik der grippeähnlichen Erkrankungen einfliessen. Andererseits verändert die aktuelle Lage das Verhalten von erkrankten Personen bezüglich Arztkonsultationen, was in der Interpretation der Daten ebenfalls berücksichtigt werden muss. Die Daten sind aus diesen Gründen zunehmend weniger aussagekräftig für Influenza. Aus diesem Grund wird die Grippeberichterstattung ab sofort eingestellt. Zahlen zu COVID-19, welche aus der Sentinella Überwachung hervorgehen, werden im Situationsbericht zur epidemiologischen Lage auf der BAG-Webseite erscheinen. 

 

Woche 11/2020 (Datenstand 17.03.2020)

Grippeähnliche Erkrankungen sind schweizweit weit verbreitet. Während der Woche elf wurden von 146 Ärztinnen und Ärzten des Sentinella-Meldesystems 25,6 grippeähnliche Erkrankungen pro 1000 Konsultationen gemeldet. Dies entspricht hochgerechnet einer Inzidenz von 199 Fällen pro 100 000 Einwohner, Trend stabil. Der saisonale epidemische Schwellenwert von 69 Grippeverdachtsfällen pro 100 000 Einwohner ist seit der Woche zwei überschritten